Tourismus / Begehbares Geschichtsbuch
17.12.2017

Kontakt:

Josef Weis, Ortsbürgermeister

Rathausstraße 8
66901 Schönenberg-Kübelberg
Tel.: 06373-504-295
e-Mail: j.weis@vgsk.rlp.de

 

Letzte Aktualisierung der Seite erfolgte am 26. Januar 2017


Begehbares Geschichtsbuch

In der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg wird auf drei Rund-Wanderwegen Geschichte erlebbar gemacht. Das Begehbare Geschichtsbuch stellt an über 90 Standorten die historische Entwicklung der Region über den Zeitraum von mehr als 3 Jahrtausenden plastisch dar. Neben Text- und Bildtafeln erläutern Nachbauten historischer Stätten die geschichtlichen, geologischen und topografischen Besonderheiten.

Kirschenland-Wanderweg
Der Kirschenland-Wanderweg führt auf einer Rundstrecke von rund 20 km durch die Gemarkungen der drei Kohlbachtal-Gemeinden Altenkirchen, Dittweiler und Frohnhofen. Die Landschaft ist hier durch ausgedehnte Streuobstwiesen geprägt. In alten Aufzeichnungen wird das Kohlbachtal auch als „Obstgarten des Westrichs“ bezeichnet. Der seit etwa 1800 in stärkerem Maße betriebene Süßkirschen-anbau gab dabei dem Wanderweg den Namen. Obwohl der Obstanbau in den letzten Jahren weitgehend rückläufig ist, blühen im Mai im Kohlbachtal noch immer über 30.000 Obstbäume, darunter allein 15.000 Kirschbäume.

Der Wanderweg führt zu den schönen Naherholungsanlagen Entenweiher in Frohnhofen, Höbelgraben in Altenkirchen, Römerweiher und Elschbrunnen in Dittweiler. Besonderes baugeschichtliches Zeugnis ist die protestantische Kirche in Altenkirchen mit der markanten geschweiften Turmhaube. Teile des Turmes stammen noch aus romanischer Zeit. Das Kirchenschiff wurde 1756 errichtet. Im Heimatmuseum Altenkirchen ist eine reichhaltige Sammlung aus dem früheren Alltagslegen und eine umfangreiche Dokumentation zur Auswanderung nach Amerika zu sehen. Im Ahlenwald bei Altenkirchen zeugen Stollenmundlöcher vom früheren Steinkohlenabbau. Am 375 m hohen Hausberg von Dittweiler und Altenkirchen befindet sich der Nachbau eines mittelalterlichen Wartturms. Von hier hat man eine schöne Aussicht ins Westricher Bergland.

Diamantschleifer-Weg
Brücken war seit 1888 Zentrum der westpfälzischen Diamantindustrie. In den 1930er Jahren waren über 2500 Menschen in den Diamantschleifereien der Westpfalz beschäftigt.

Der Diamantschleifer-Weg führt als Rundweg über eine Distanz von 18 km durch die Ohmbachtalgemeinden Brücken und Ohmbach. Hier kann man der Spur der Steine folgen. In der katholischen Pfarrkirche von Brücken (1953-55 erbaut) befindet sich das größte Altarmosaik der Pfalz. Es ist aus über 30.000 Steinchen aus italienischem Marmor und zusammengesetzt. Glasflussstücken. Der Grubenstollen der Steinkohlengrube Brücken erinnert an den von 1775 bis 1939 betriebenen Abbau von Steinkohlen. Weitere steinerne Zeugen sind alte Grenzsteine aus dem Jahre 1786 und die überschütteten Betonreste alter Westwallbunker. Der  Steinplattenbruch in Ohmbach zeigt die regionale Bedeutung des Sandsteinplattenabbaus. Hier wurden in einem unterirdischen Stollen im 19. Jahrhundert Sandsteinplatten für Bodenbeläge abgebaut. Das Stollenmundloch ist heute noch erkennbar. Auch an die Existenz verschiedener Kalkstollen und Kalköfen wird hingewiesen. Ganz besonders interessant ist das 1999 eingeweihte Diamantschliefer-Museum in Brücken. Hier kann man an Sonntagen Schleifern bei der Bearbeitung von Diamanten über die Schulter schauen. Daneben gibt es auch eine „Schatztruhe“ wo Kinder auf die Suche nach Edelsteinen gehen können.

Ritter-Gerin-Weg
Der 27 km lange Ritter-Gerin-Weg im Bereich der Gemeinden Schönenberg-Kübelberg und Gries ist nach einem Kübelberger Rittergeschlecht benannt. Schon in frühmittelalterlicher Zeit stand in Kübelberg eine Turmhügelburg, die 1297 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ausgehend von dieser Burg entwickelte sich der Marktflecken Kübelberg zum Gerichtsort der 12 Dörfer umfasste. Zeugen des Gerichtswesens sind der Nachbau eines mittelalterlichen Galgens nahe des Sander Galgenhügels, der Blutrichtstätte Rabentisch auf einem 15 m hohen Hügel bei Schönenberg und dem Pranger in Kübelberg. Desweiteren führt der Weg zum Ohmbachsee, mit 15 ha die größte Wasserfläche in der Westpfalz. Das Seeumland ist als herrliche Parklandschaft gestaltet. Neben einem Campingpark mit Restaurant und Hotel gibt es drei weitere Seekiosks. Hier besteht auch die Möglichkeit mit Tretbooten in See zu stechen. Die Kinder können sich auf dem Wasserspielplatz austoben. Am 3. Wochenende im Juli findet das „Romantische Seefest“ statt das tausende von Besuchern anlockt. Erinnert wird im Verlauf des Ritter-Gerin-Weges auch an die frühere Glantalbahn auf der heute ein Teil des Glan-Blies-Radweges verläuft. In Gries führt der Weg vorbei an der weitläufigen Glanschleife zum Kühnerbachtal, wo sich ein kleiner Bestand an Orchideen gehalten hat. An einigen Stellen des Wanderweges bietet sich der Blick zur katholischen Pfarrkirche St. Valentin in Kübelberg. Der Bau des Turmes geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das alte Kirchenschiff entstand im 18. Jahrhundert.

Weitere Informationen zum Herunterladen:
Gerin von Kübelberg (PDF-Datei ca. 2 MB)
Reichsburg Kübelberg (PDF-Datei ca. 1,2 MB)
Bierkeller (PDF-Datei ca. 6,3 MB)
Rabentisch (PDF-Datei ca. 1 MB)
Galgenhügel (PDF-Datei ca. 1 MB)

Begleitbuch mit Wanderkarte zum Preis von 9,90 € im Bürgerbüro der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg erhältlich –
Tel.: 06373 – 504-125 bis 128


Kulturhaus Kübelberg/Termine
Flyer Kulturhaus KübelbergDauerausstellung von Gemälden des einheimischen Malers Alois Metzger sowie multimediale Dokumentation der Geschichte des früheren Gerichtes Kübelberg.
Öffnungszeiten der Ausstellungen jeden 1. und 3. Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr sowie nach Vereinbarung. Terminvereinbarungen sowie Führungen – Ansprechpartner Wolfgang Haiduk, Tel.: 06373 – 89 52 564
Restaurant „Kübelberger Hof“

Mittwoch bis Samstag 17.00 bis 0.00 Uhr,
Sonntag 11.30 bis 23.00 Uhr


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(PDF-Datei ca. 2,7 MB)


Bierkeller
Besichtigung der unterirdischen Bierkelleranlage nach Terminvereinbarung möglich.
Ansprechpartner: Kurt Zimmer, Tel.: 06386 / 5729


Geführte Wanderungen
Mit Wanderführer Kurt Zimmer können Sie jederzeit einen Termin vereinbaren. Auch berät er Sie gerne über Themen, Streckenlänge und Einkehrmöglichkeiten.


Hütten an den Wegen
An der Fritz-Claus-Quelle in Brücken (Grillhütte und kleiner Kinderspielplatz), am Entenweiher in Frohnhofen sowie Paula’s-Biergarten auf dem Paulengrund.


Naherholungsanlagen:
Altenkirchen: „Höbelgraben“ mit Weiher, Schutzhütte, Grillstelle, Spielplatz
Dittweiler: „Elschbrunnen“ und „Römerweiher“ mit Spielplatz
Ohmbach: „Hühnerwiese“ mit Brunnen, Schutzhütten und Grillstelle.
Schönenberg-Kübelberg und Gries: Freizeitanlage „Ohmbachsee“ mit Wasserspielplatz, Seekiosk, Freizeithalle, Tretbecken, Tretbootverleih, Campingpark mit Minigolfanlage

Lehrpfade:
Brücken: Waldlehrpfad „Heidchen“
Dittweiler: Natur- und Vogellehrpfad im Längwieser Wald

Sehenswertes
Heimatmuseum in Altenkirchen, Diamantschleifer-Museum sowie das Museum „Kleine Kapelle“ in Brücken



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